Am vergangenen Wochenende bestritt die
Herrenmannschaft des TLV `94 der Sektion Volleyball ihr erstes Turnier
des Jahres beim befreundeten Germania Klietz in Sandau. Mit uns
verbrachten 6 weitere Teams den sportlichen Tag, darunter 2 Klietzer
und eine zweite Mannschaft des TLV. Weitere Teams kamen aus Beddin,
Burg und Havelberg.
Nach kurzzeitig orientierungsloser Anreise im Zielort reichte es
dennoch für den ersten Titel als Erstanreiseteam. Gestärkt
mit bereits von fürsorglichen Damen der Germania bereitgestellten
Frühstücksbrötchen fielen auch alle anderen Teams in die
gemütlichen Kabinen ein.
Jeder gegen Jeden, Zahn um Zahn – immer wieder eine recht biblischer
Turniermodus. Zumindest darf man sich gegen jeden beweisen und 6 Spiele
waren am Ende auch wirklich genug. Nach 2 ersten gewonnen Spielen waren
wir guten Mutes, unser neu probiertes Spielsystem weiterhin erfolgreich
durchzuziehen. Bis dahin wurde bereits eine Klietzer Mannschaft und
Beddin besiegt, mit sicheren Angriffen und viel Elan in allen
Bereichen. Insbesondere die Annahme stabilisierte sich und war Garant
für den Druck beim Angriff.
Im dritten Spiel war davon nicht mehr viel zu sehen. Mit schnelleren
Angriffen und sicherer Spielweise des Gegners aus Burg gerieten wir
zunehmend unter Druck und verpassten die Gelegenheit, bei
stärkerer Gegenwehr unsere Spielweise weiter zu festigen.
Dies gelang dann viel besser gegen die 2.
Vertretung von Klietz, die mit deutlichem Vorsprung besiegt wurde. Die
beste Leistung des Tages gelang gegen die Havelberger, die mit guten
Einzelspielern bis dahin nichts verloren gingen ließen. Unsere
Annahme und das daraus resultierend variable Zuspiel hielt uns bis in
die Schlussminuten im Spiel, bis es nach den 15 Spielminuten 24:24
stand. Den Schlusspunkt machten wir und sicherten uns somit die Chance
auf einen Platz ganz oben auf dem Treppchen. Gegen unsere 2. Mannschaft
der Junioren des TLV konnten wir nochmals unsere Spielstärke
ausspielen.
Am Ende zählten 2 kleine Punkte Vorsprung gegenüber den
Burgern und wir konnten den Siegerpokal sowie den obligatorischen
Siegersekt und einer Prämie jackpotwürdigem Ausmaßes
vom Neu-Kapitän Jörn entgegen nehmen.
Dies war weit mehr als wir uns ausrechnen konnten, da wir erst EINE
Trainingseinheit mit einem neuen Spielsystem absolvierten. In den
nächsten Wochen sollte die restliche Zeit bis zum Ende der
Hallensaison genutzt werden, um die Probleme in technischen und
taktischen Bereichen zu verringern.
Im nächsten Jahr gilt es selbstverständlich, den
(Wander)Pokal zu verteidigen. Abspecken wird dafür aber niemand
müssen.
Olaf Haussen
