Am 04.Juli fand in
Frankfurt zum fünften Mal die Europameister über
die IRONMAN Distanz statt. Pünktlich um 6:45 Uhr startete der
hessische Ministerpräsident Roland Koch das 42 Kopf starke
Profifeld und 211 Altersklassenathleten in den „längsten Tag des
Jahres“. Weitere 2.117 Athleten aus 55 Nationen durften um 7 Uhr die
Herausforderung von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem
abschließenden Marathonlauf von 42,2 km in Angriff nehmen. Die
hochsommerlichen Temperaturen ließen nicht nur bei den Sportlern,
sondern auch bei den rund 500.000 Zuschauern Hawaii-Feeling aufkommen.
Auf der Pazifikinsel werden im Oktober die IRONMAN-Weltmeister
ermittelt.
Bei den Witterungsbedingungen nur ankommen wollten dagegen die beiden
Tangermünder Triathleten Andreas
Kaiser und Jörg Gehne.
Da sich mittlerweile auch der Langener Waldsee stark aufgeheizt hatte,
wurde ein Neoprenverbot für das Schwimmen ausgesprochen und durch
eine Umleitungsstrecke die Radfahrstrecke auch noch auf 185 km
erhöht.
Kräfteeinteilung
war also angesagt. Nach 1h 30min kamen Andreas und Jörg fast
gleichzeitig aus dem Wasser und begaben sich auf einen zweimal zu
durchfahrenden Radrundkurs. Während Andreas sehr schnell unterwegs
war,
stellten sich bei Jörg auf der zweiten Radrunde Probleme ein. Die
zwischenzeitliche Ernährung ist ein wichtiger Punkt für ein
erfolgreiches Abschneiden auf einer Langdistanz. Da aber sein
Körper
die Nahrungsaufnahme verweigerte, wurden die Zwischenzeiten immer
schlechter. Das sollte sich auch über den Marathon hinziehen. Zwar
konnte Jörg Andreas dort noch einholen, stand aber kurz vor einer
Aufgabe. Das Ziel erreichten beide Athleten mit unterschiedlichen
Gefühlen. Während sich Andreas über eine neue
persönliche
Langdistanzbestzeit (12h:57min) sichtlich freute, war Jörg stolz
nicht
aufgegeben zu haben (12h:39min). Immerhin erreichten 250 Athleten
das
Ziel nicht.
Jörg Gehne
