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Teilnehmer werden sicher nicht geköpft
Am 23. Juni findet in Tangermünde der mittlerweile 10. Störtebekerlauf statt.
Ein Jubiläumslauf vor historischer Kulisse, noch dazu mit einem derartig symbolträchtigen Namen -
das erregte auch überregionales Interesse. In der Zeitschrift "LAUFZEIT" stand dazu: "Kaum
vorstellbar, dass der Pirat so weit elbaufwärts geschippert ist, aber jedenfalls hat Tangermünde seit
1987 seinen Störtebekerlauf, in dessen Ziel die Teilnehmer am Samstag, 23. Juni, sicher nicht
geköpft werden, obwohl das bekanntlich Störtebekers Lauffreude nicht wesentlich beeinträchtigte." Wir haben nachgefragt. Die Organisatoren dieses Volkslaufes, so klärte uns Dr. Wolfgang Ludwicki vom Tangermünder Leichtathletikverein auf, suchten 1987 nach einem griffigen Namen. Und weiter führte er aus: "Der Pirat Störtebeker war ein Feind der Hanse und ein Freund der armen Volksschichten (Likedeeler), somit nach der damaligen sozialistischen Geschichtsschreibung ein verehrenswürdiger Volksheld. Tangermünde als ehemalige Hansestadt und Vorort von Hamburg fühlte sich diesem Volkshelden wohl verbunden, was auch darin zum Ausdruck kam, dass eine schwimmende Gaststätte, die zu DDR-Zeiten in der Tangermünder Schiffswerft gebaut wurde und ihren Liegeplatz an der Mündung des Tangers in die Elbe hat, den Namen "Störtebeker" erhielt. Die ersten Störtebekerläufe führten direkt an dieser schwimmenden Gaststätte vorbei. Das und die Rolle Störtebekers als Volksheld haben vermutlich zur Namensgebung unseres Traditionslaufes geführt. An der Organisation der ersten Störtebekerläufe waren maßgeblich Herbert Rosentreter, Detlef Kösslich und Gerd Engel beteiligt." Auch am 23. Juni wird wie alljährlich der Eulenturm in Tangermünde Ausgangspunkt für den Störtebekerlauf sein. Quelle: Altmark-Zeitung, 07.06.01, (hü/aju) Eigenbericht |